Unsere besten Tipps

Wer kleine, trockene Schuppen hat, die im Winter verstärkt anfallen, sollte seine Haare mit Samthandschuhen anfassen. Dahinter steckt meist eine spröde Kopfhaut, die auf trockene Luft, Lichtmangel und aggressive Shampoos mit Irritationen reagiert

Vergrößerte Ansicht öffnen

Schauen Sie auf die
Inhaltsstoffe der Shampoos

Tabu sind dann stark entfettende Waschsubstanzen, sehr heißes Wasser und häufiges, heißes Föhnen. Hilfreich sind milde Shampoos mit hydratisierenden und rückfettenden Substanzen wie Harnstoff (Urea), Shea-Butter oder Glycerin. Auch Panthenol, Hafer-Extrakt oder Kamille besänftigen eine strapazierte Kopfhaut.

Wenn’s dagegen vom Kopf runter geht wie Öl, spricht man von vermehrtem Talgfluss oder Seborrhöe. Elendes Ergebnis: Die abgestorbenen Hautzellen verkleben zu Schuppen und bleiben auf der Haut haften, bis sie nicht mehr richtig atmen kann und zu kribbeln beginnt. „Schuld am Juckreiz ist oft der Malessezia furfur, ein zur natürlichen Hautflora gehörender Hefepilz, dessen Population explodieren und zur Zellabschilferung führen kann“, erklärt Hautärztin Kunze. Beim klassischen Fritten-Look geht es also vordergündig darum, Fett zu reduzieren. Als Ölstopper eignen sich Shampoos mit Teebaumöl. „Unterlassen Sie Trockenrubbeln der Haare und heftiges Kämmen, das regt die Talgdrüsen nur zu mehr Fettproduktion an“, sagt Kunze.

Nach ungefähr vier bis sechs Wochen Anti-Schuppen-Behandlung müsste sich der Zustand der Kopfhaut deutlich gebessert haben. Falls nicht, sollten Sie zu einem Hautarzt gehen – es könnte eine Schuppenflechte, Neurodermitis oder ein allergisches Ekzem dahinter stecken.
Manchmal wirken alte Hausrezepte kleine Wunder. Naturmediziner Dr. Jörg Zittlau aus Bremen rät, gegen die übermäßige Fett- und Schuppenbildung Hamamelis- oder (Cystus-)Rosenwasser (in Apotheken) auf die Kopfhaut zu träufeln. Sogar Apfelessig beugt Schuppen durch Säurezufuhr vor. Vermischen Sie je eine Tasse Essig und Wasser und massieren Sie den Mix zwischen den Haarwäschen gründlich in die Kopfhaut ein. Er fördert die Durchblutung und stillt den Juckreiz. Ideal bei trockenen Schuppen ist Erdnuss- oder Olivenöl. Massieren Sie es in die Kopfhaut ein und lassen Sie es über Nacht einwirken, morgens gründlich auswaschen. Wer sich Teebaumöl-Shampoo selber machen (und dabei Geld sparen) möchte, sollte es einmal mit folgendem Rezept versuchen: Mixen Sie 60 Tropfen Teebaumöl mit 100 Millilitern pH-neutralem Shampoo und shamponieren Sie wie gewohnt – aber hoffnungsvoller.